Metz ist eine Stadt im Nordosten von Frankreich, welche
im Departement Moselle in der Region Lothringen liegt. Nur 50 km Luftlinie von
der heutigen Deutsch-Französischen Grenze entfernt. Da es zu dem lange Zeit umkämpften Gebiet
Elsass-Lothringen gehört, kann Metz als Symbol für die Beziehungen zwischen
Deutschland und Frankreich betrachtet werden.
Metz : Frankreich oder
Deutschland ?
In Folge des Friedens von
Frankfurt, gehörte Metz am Anfang des 20. Jahrhunderts, zum Deutschen Reich.
Diese Annektierung verstärkte die Spannungen zwischen Deutschland und
Frankreich, da der Revanchismus, der Wunsch sich an Deutschland für die Schmach
zu rächen und Elsass-Lothringen zurück zu gewinnen, sich in der französischen
Bevölkerung weit verbreitete.
Beim Ausbruch des Ersten
Weltkrieges sehen viele Franzosen die Chance Elsass-Lothringen endlich zurück
zu erlangen.
Dies geschah tatsächlich mit der
Unterzeichnung des Versailler Vertrages (28. Juni 1919).
Im Zweiten Weltkrieg, wurde
Metz, durch den Vormarsch der Deutschen Wehrmacht, 1940 besetzt und erneut von
Deutschland annektiert, jedoch gegen Ende des Krieges wieder befreit.
Man sieht also, dass innerhalb
des 20 Jahrhunderts, Metz und die Umgebung mehrfach Land wechselte, bis es
endgültig französisch wurde. Zu Beginn distanzierte die Stadt Metz sich zwar
von der deutschen Vergangenheit, zum Beispiel dadurch, dass die Bevölkerung
beschloss den Namen « Metz » französischer klingen zu lassen, indem
das « t » in dem Namen nicht mehr ausgesprochen wurde, pflegte jedoch
bald die binationale Kultur, und schloss freundschaftliche Verträge mit
Deutschland, wie zum Beispiel die Städtepartnerschaft mit Trier, am 13. Oktober
1957.
Die deutschen Einflüsse auf Metz
Architektur :
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Der Bahnhof von Metz
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Der 1908 eröffnete Bahnhof,
wurde unter Wilhelm II., also unter deutscher Herrschaft errichtet.
Der neue Militärbahnhof sollte
um die 25 000 Passagiere verkraften, und dadurch, im Hinblick auf einen
eventuellen Krieg gegen Frankreich, große Truppenbewegungen in Richtung Grenze
ermöglichen. Er wurde von dem Berliner
Architekten Jürgen Kröger entworfen, und in einem deutschen Stil erbaut.
Viele Ornamente zum Beispiel
beziehen sich auf die deutsche Geschichte oder Tradition :
der preußische Adler
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Abbildung der zwei Fundamente
des deutschen Reiches : die Armee und die Industrie
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Abbildung der germanischen Siege
in der Hunnenschlacht und der Varusschlacht
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Palais du Gouverneur oder General-Kommando :
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Das Schloss wurde zwischen 1902
und 1905 errichtet. Das von dem Berliner Architekten Ferdinand Schönhals
entworfene Gebäude entspricht dem rheinischen Neorenaissancestil.
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Hôtel des Postes :
Das Postgebäude wurde zwischen
1907 und 1911, nach den Plänen des Berliner Architekten Ewald von Rechenberg im
rheinischen neoromanischen Stil errichtet.
Die bis 1918 Kaiser Wilhelm Ring
genannte Straße, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts unter deutscher
Herrschaft erbaut. Die Villen wurden allesamt von deutschen Architekten erbaut,
und entsprechen daher deutschen Stilrichtungen wie der Jugendstil oder die
Neorenaissance.
Text: Lucie Mertz, Gianna Mönig
Quellen: